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Einsatz 37 von 85 Einsätzen aller Feuerwehren im Jahr 2013
Einsatzart: Hilfeleistung
Kurzbericht: Schiffsbergung
Einsatzort: Schleuse Obertürkheim
Alamierung der FF Untertürkheim : Alarmierung per Digitaler Funkmeldeempfänger

am 09.07.2013 um 07:00 Uhr

Fahrzeug am Einsatzort:
alamierte Einheiten:

Einsatzbericht

Gesunkener Schwimmbagger geborgen

Mit einem Großaufgebot an Hilfskräften wurde gestern eine der letzten Spuren des Maihochwassers beseitigt. Den Fachleuten war klar: Dies wird keine leichte Aufgabe. Exakt
25 tonnen schwer. Nach Dauerregen führte der Neckar am 31. Mai Hochwasser, wie es alle 50 Jahre vorkommt. Ein Arbeitsschiff – in der Schifffahrtssprache „Prahm“ genannt – lag damals im ruhigen Bereich des Esslinger Wehrs vertäut. Doch die Fluten rissen es mit, spülten das Schiff unterm Wehr hindurch. Dabei kippte es und schwamm kieloben fünf kilometer aufs Hedelfinger Wehr zu. „Durch geschickte Steuerung lenkten wir es an die linke Uferseite, wo es wenige Meter vor dem Wehr sank“, erklärte Walter Braun, der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Stuttgart. Das 25 tonnen schwere Ungetüm lag in sechs Meter tiefe. 14 Meter Lang und 4,5 meter breit, kopfunter, aber stabil. Selbst der Bagger hing noch an der Plattform. gestern sollte das havarierte Schiff endlich geborgen werden.

Der Einsatz beginnt um 7.30 Uhr. Achilles, der mächtige WSASchwimmkran, geht oberhalb der durch Bojen markierten Absinkstelle vor Anker. Die männer der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim legen 80 meter Schlängelband ums gesunkene Schiff. Es soll verhindern,
dass austretendes Öl sich ausbreitet.
Die Vorbereitungen sind getroffen. Jetzt, 9.50 Uhr, kommt es auf das Geschick und die Ausdauer des Berufstauchers an. „Das ist ein erfahrenes Bergungsteam“, zeigte sich
Braun zuversichtlich. Im trüben Neckarwasser muss er in sechs Meter Tiefe zwei schwere Bänder um den Schiffskörper legen. Je eine Schlaufe für einen Haken von Achilles. Der
lose Bagger wird am dritten Haken aufgehängt. 10.45 Uhr steigt der taucher erschöpft aus dem Wasser. Hochspannung: Achilles lässt den Motor aufheulen, die Seile an den
Haken spannen sich an. Langsam taucht das Unterteil der Prahm auf. Doch der Schiffskörper hängt ungleich, etwas schief, in der Luft. Zu gefährlich. Der Kranführer lässt den Schiffskörper wieder ins Wasser sinken. Der Taucher muss nochmals ins Nass, eine Schlaufe etwas weiter ans
Schiffende ziehen. 11.55 Uhr folgt der zweite Versuch. Die Seile spannen sich wieder. Diesmal gleitet das flache Arbeitsschiff waagerecht aus dem Wasser, schwebt über der Wasserfläche.
mit dem Wasser im Körper hängen rund 40 Tonnen an den Haken.Langsam dreht Achilles sich
in Richtung Ufer, Wasserfontänen strömen aus dem Schiffskörper. 12.15 Uhr: Vorsichtig legt „Achilles“ das Arbeitsschiff auf dem WSA Gelände ab. Geschafft. Braun ist erstaunt.
„Die Schäden sind geringer, als befürchtet.“ er rechnet mit Reparaturen in Höhe von 50 000 Euro.
Hinzu kommen die Bergungskosten. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr beseitigen die allerletzten Spuren. Bei der Bergung sind rund 20 Liter Öl aus dem tank des Baggers in den Neckar getropft. Mit einem Mittel bedecken und binden die Feuerwehrmänner den Ölfilm und schöpfen später die Klumpen ab.

Hilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF Untertürkheim
Hilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF Untertürkheim
Hilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF UntertürkheimHilfeleistung vom 09.07.2013  |  Bilder © Copyright (2013) FF Untertürkheim
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Es war so klasse Euch nach all den Jahren wieder mal zu sehen. Jetzt weiß ich was mir hier in Stemwede fehlt: Eure Kameradschaft.
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